WuppApfel-Saison 2016 – Auf geht’s!

Foto: Pixabay / AmericanTrails

Foto: Pixabay / AmericanTrails

Waren Sie in den vergangenen Jahren schon mal beim WuppApfel-Streuobsttag oben auf der Hardt vorm Botanischen Garten? Haben Sie die freudige Stimmung genossen, Äpfel und Birnen gerochen und gekostet? Sich an regen Gesprächen beteiligt und mit Wehmut den ziehenden Kranichen hinterhergeschaut? All das und noch mehr soll es auch in diesem Jahr wieder geben, am Samstag, dem 8. Oktober von 11:00 – 17:00 Uhr, wie gehabt, auf dem Elisenplatz vor der Villa Eller, Wuppertal, Elisenhöhe.

Was ist das Besondere an unseren alten heimischen Streuobstsorten? Sie sind mehr bio als Bioware, denn sie kommen mit keinerlei ‘Pflanzengiftmitteln’ in Kontakt. Sie schützen die heimische Natur und das Landschaftsbild. Streuobstwiesen sind nicht nur schön anzusehen sondern sie gelten auch als der artenreichste Biotoptyp in Mitteleuropa. Sie bieten mit Abstand mehr Geschmacksvielfalt als Supermarktware, sind gelegentlich spezifischer für bestimmte Verwendungswünsche wie Apfelmus, Kuchen oder längere Lagerung geeignet, enthalten nicht selten mehr Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, und es gibt Sorten, die sogar von Apfelallergikern vertragen werden.

Mit dabei sind diesmal:

  • der Arbeitskreis Obstwiesen im Bergischen Städtedreieck mit Infostand
  • Der Bergische Streuobstwiesenverein mit Sortenbestimmungsangebot
  • Sortenverkostung (WuppApfel)
  • Streuobstverkauf (WuppApfel)
  • Thematisch passende Volkslieder, live dargeboten von einer kleinen Musikantentruppe
  • hoffenlich wieder viele gut gelaunte Streuobstfreunde, Streuobstentdecker und Mitmacher
  • wer sich darüber hinaus anschließt  – noch ist Gelegenheit zum spontanen Einsteigen!

Ermöglicht wird die Veranstaltung durch die wohlwollende Einladung und Unterstützung des Leiters des Botanischen Gartens, Herrn Telöken. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich!

Aber jetzt gilt es erst einmal die Ärmel hochzukrempeln. Es werden benötigt

  • mithelfende Herzen, Köpfe und Hände
  • Werbung (sagen Sie den Termin weiter, veröffentlichen Sie ihn auf ihrer Facebook-Seite, ihrem Blog oder wie auch immer)
  • Streuobst in möglichst guter Qualität, auch kleine Mengen (Obstwiesen- und Obstbaumbesitzer bitte melden, 0176/98183601)
  • Unterstützung bei Ernte, Transport und Lagerung
  • stundenweise Unterstützung am Probier- und Verkaufsstand
  • alles, was hilft, den WuppApfel-Streuobsttag zu einem gelungenen Erlebnis zu machen
  • alles, was hilft, dem WuppApfel-Ziel (1 lokaler/regionaler Apfel pro Tag für alle Wuppertaler) näher zu kommen

Wenn diese Liste abgehakt ist, sehen wir uns am 8.10. auf dem Elisenplatz.🙂

Auf einen freudigen, aktiven, gemeinsamen Herbst!

Karin Konzelmann

P.S.: Zwei Drittel des Erlöses aus dem Obstverkauf gehen an die Obstproduzenten. Denn nichts dient dem Erhalt der Streuobstwiesen so sehr wie angemessene Bezahlung für gute Ware. Mit dem Rest wird die Durchführung der Veranstaltung ermöglicht, wobei die Arbeit der Helfer ehrenamtlich geleistet wird. Die Musikanten, die schon lange vor der Veranstaltung regelmäßige Proben auf sich nehmen, werden einen kleinen Obulus erhalten. Überschüsse werden reinvestiert. Im vergangenen Jahr wurden sie zum Beispiel für Sortenbestimmungen ausgegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Gen-Äpfel im europäischen Bioanbau? Der Antrag läuft schon.

Kaum wurde in den USA der erste gentechnisch veränderte Apfel für den Verkauf zugelassen, da geht es auch schon in Europa los. Die schweizerische Forschungsanstalt Agroscope hat im Herbst 2015 beantragt, gentechnisch veränderte Bäume der Apfelsorte Gala-Galaxy im Feldversuch freizusetzen.

In der taz erschien dann auch gleich ein Experteninterview, in dem die entsprechende Technologie, gerade für den Bioanbau, wohlwollend beurteilt wird: “CRISPR hat großes Potenzial”.

Immerhin haben deutsche Fachleute aufgepasst und lassen die gentechnikfreundlichen Behauptungen nicht unwidersprochen. Offene Briefe an taz, Agroscope und den Stiftungsrat des “Forschungsinstituts für den Ökolandbau, Fibl Schweiz” und den Vorstand des “Fibl Deutschland” wurden verfasst.

Aber erfahren auch die Verbraucher in signifikanter Zahl von der aktuellen Entwicklung? Es liegt an uns, uns selbst und andere zu informieren.

 

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Regionales Obst für Menschen in der Stadt – Gelegenheit zum Austausch

Fallobst, aufgelesen von WuppApfelisten

Fallobst, aufgelesen von WuppApfelisten

Wie kommt das Obst aus der Region zu den Menschen in die Stadt? Auf dem Hänger? Vielleicht.

Sie sind herzlich eingeladen, sich am Pläne schmieden zu beteiligen und zwar am

Sonntag, dem 22.11.2015, von 15 bis 18 Uhr im Vereinsheim des Kleingartenvereins Oststadt, Schwabenweg 63.

Es gibt keine Tagesordnung. Jeder kann Ideen, Informationen, Erfahrungen und Wünsche austauschen oder sich informieren über vergangene und zukünftige WuppApfel-Aktionen wie Beteiligung an Veranstaltungen, gemeinschaftliche Ernte- und oder Saftpressaktionen, einen Ende Februar geplanten Veredelungsworkshop, den Stand der Obstsortenerfassung auf Wuppertaler Flächen und und und.

 

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Kein besser Obst in dieser Zeit!

Fallobst 3 Ungespritztes bergisches Streuobst ist das beste Obst, das wir Menschen in unserer Region bekommen können. Auch ohne Bio-Zertifikat wird Streuobst nicht mit Pflanzenschutzchemie behandelt. Die überlegene Widerstandsfähigkeit der alten Obstsorten macht es möglich. Auch in den Sparten Geschmacksvielfalt, Aromaintensität und Gesundheitswirkung toppen sie die Supermarktsware mit Leichtigkeit.
Manche alte Sorte gibt Allergikern die Möglichkeit, wieder einmal einen Apfel zu essen, denn die Stoffe, die das Apfelallergen unterdrücken, wurden ihnen nicht weggezüchtet.

Doch Jahr für Jahr verkommt dieses Obst auf den Wiesen unserer Region. Gleichzeitig haben die Konsumenten beim Einkaufen noch nicht einmal die Möglichkeit, sich fürs heimische Obst zu entscheiden. Es wird ihnen gar nicht erst angeboten.

Daher setzt sich die Initiative WuppApfel seit 2011 dafür ein, dass wieder Beziehungen und Verbindungen entstehen zwischen Wuppertaler Menschen und dem Obst aus dem Umland der Stadt. Dazu organisieren wir Informations-, Verkostungs- und Verkaufsveranstaltungen. 2015 haben wir damit begonnen, in Wuppertal noch erhaltene alte Obstsorten zu ermitteln. Weitere Aktionen wie Ernte- und Verarbeitungseinsätze, Ideen- und Gedankenaustausch bei einem WuppApfelkuchenessen im Winter, Learning-by-gemeinsam-Tuing-Veredelungsworkshop usw. sind geplant.

Wenn auch Sie wieder Zugang zu unserem guten heimischen Obst bekommen möchten, freuen wir uns wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Wir freuen uns aber auch, wenn Sie einfach von sich und ihrer unmittelbaren Umgebung ausgehen und dort selbst aktiv werden. Wie weit ist zum Beispiel der nächste Obstbaum von Ihrem Zuhause entfernt? Um welche Sorte handelt es sich? Wird der Baum gepflegt? Wie werden die Früchte verwendet? Kennen Sie einen Bauern, den Sie überreden können, mal wieder seinen alten Hausbaum zu beernten? Können Sie einen Einzelhändler auf die Nachfrage nach unbehandeltem Streuobst aufmerksam machen?

Übrigens: Der Name WuppApfel ist nicht geschützt. Sie können ihn gerne verwenden, wenn Sie ihre Unterstützung für unser Ziel, Wuppertaler Obst und Wuppertaler Menschen miteinander in Verbindung zu bringen, unterstützen. Kochen Sie doch einfach mal ein leckeres Apfelmus und verschenken es mit einem selbst gestalteten Etikett als WuppApfelMus!🙂

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Herbstliches Obstwiesenfest mit Sammelstelle für bergische Äpfel: 25. Oktober 2015, 11–17 Uhr

Obstwiesenprodukte

Vielerlei Obstwiesenprodukte

Flyer zum Event hier ansehen

Waldpädagogisches Zentrum (WPZ) Burgholz
Friedensstr. 69
Wuppertal-Cronenberg
25. Oktober 2015 · 11–17 Uhr

Am 25. Oktober 2015 gibt es zwei gute Gründe zu feiern:
das 15 jährige Jubiläum des Waldpädagogischen Zentrums
Burgholz und das neunte, zweijährlich im Städtedreieck
stattfindende Herbstliche Obstwiesenfest mit Sammelstelle
für bergische Äpfel.
Das Fest findet auf dem schönen Gelände des WPZ in
Wuppertal-Cronenberg statt, das zu einer festen Institution
in der Wuppertaler waldpädagogischen Bildungslandschaft
geworden ist. Der Anknüpfungspunkt Wald zu dem
Thema Obst liegt dabei auf der Hand, sind doch wildwachsende
Waldrandarten, so z.B. der Holz-Apfel, mit dem
Kultur-Apfel verwandtschaftlich eng verbunden. Da unsere
Kultur-Obstarten wie Apfel, Birne, Pflaume, Quitte und
Kirsche neben Licht zudem – anders als ihre wilden Verwandten
– viel Pflege benötigen, gibt es auf dem Obstwiesenfest
wie gewohnt eine Menge Infos zum Thema Obstbaumpflege.
So können sich auf unserem Doppelfest interessierte
Bürgerinnen und Bürger in schöner Atmosphäre
umfassend zum Thema informieren. Dazu gibt es interessante
Aktions- und Verkaufsstände, Obstbaumschnittdemonstrationen,
Führungen, regionale Speisen und
Getränke sowie ein Rahmenprogramm für die gesamte
Famillie.

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WuppApfel Streuobsttag 2015 – Nachlese

WuppApfel Streuobsttag 2015

Foto: Michael Felstau

Das Interesse an regionalem Obst und alten Sorten nimmt spürbar zu.

Bei allen WuppApfel-Streuobstverkäufen hören wir immer wieder eine Frage: ‘Wo kann man denn in Zukunft dieses Obst kaufen’? Unter den vielgescholtenen Verbrauchern, die – wie man meist  hört – nur makellos schönes Obst kaufen wollen, gibt es offenbar eine Gruppe, die unbehandeltem Streuobst den Vorzug gibt. Schön wäre es wenn einmal ein mutiger Einzelhändler dies erkennen und die Marktlücke füllen würde.  Denn dass hier ein Verbrauchersegment nicht zufrieden gestellt wird, ist offensichtlich wenn zu einem von Nichtprofis organisierten Verkauf von Äpfeln und Birnen Besucher sogar aus dem Sauerland nach Wuppertal anreisen.

Rote Sternrenette

Rote Sternrenette, Foto: Michael Felstau

Unterschiedlich waren die Motive, die Menschen zu unserer Veranstaltung führten. Erstmals in diesem Jahr kamen eine ganze Reihe von Apfelbaumbesitzern, die eine Sortenbestimmung für mitgebrachte Früchte wünschten. Manche Kunden wollten Äpfel ihrer Kindheit noch einmal sehen und schmecken. Anderen ging es einfach um Früchte, die nicht alle gleich und außerdem langweilig schmecken. Besonders motiviert zeigten sich Apfelallergiker auf der Suche nach einer Sorte, die für sie bekömmlich ist. Die handelsüblichen Marktsorten sind nämlich durch wiederholte Einkreuzungen weniger Elternsorten so eng verwandt, dass im Falle einer Allergie kaum Hoffnung auf das Finden einer Ausweichsorte besteht. Gelegentlich, aber leider nicht für jeden, erweist sich dabei der heute noch weithin erhältliche Boskoop als Alternative.

Cronenberger 'Roter September'

An der Bestimmung dieser in Cronenberg gereiften Sorte sind bereits mehrere Profis gescheitert. Foto: Michael Felstau

Trotz des etwas kühlen Wetters waren am Ende Besucher und Veranstalter glücklich mit dem Verlauf, vielen interessanten und netten Begegnungen, ausgetauschten Informationen und Erfahrungen und natürlich unserem Bergischen Streuobst, denn mehr Bio (im Sinne von naturbelassen, gut für Gesundheit und Umwelt) geht nicht.

WuppApfel bedankt sich bei allen, die mit Engagement und Begeisterung mitgeholfen haben, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen, dem ‘Arbeitskreis Obstwiesen im Bergischen Städtedreieck’ für Unterstützung mit Rat, Tat und Infostand, dem Botanischen Garten für die freundliche Einladung und der Stadt Wuppertal für Genehmigung und gute Wünsche.

WuppApfel Streuobsttag 2015

Foto: Michael Felstau

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Morgen ist es soweit: Wir sehen uns auf der Hardt! :)

Liebe WuppApfel-Freunde,

morgen ist es soweit und am Botanischen Garten kommt zum dritten Mal bergisches Streuobst zu uns Stadtmenschen.

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Es geht dabei in erster Linie darum, wieder eine Beziehung herzustellen zwischen den Menschen in der Stadt und den alten regionalen Obstosrten aus dem Umland, damit die Köstliche von Charneux, die Goldparmäne & Co. nicht für immer aus unserer Landschaft und von unserem Speisezettel verschwinden.

Mein Ziel in diesem Jahr ist es, noch mehr als bisher einen Raum zu schaffen, in dem lebhaft diskutiert und kommuniziert wird. Das kann an den zum Probieren und Informieren aufgestellten Biertischen geschehen oder im Gartenzimmer der Villa Eller, wo der Arbeitskreis Obstwiesen als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Erfahrungsgemäß gibt es viele Fragen zum Streuobst, viele unerfüllte Wünsche und interessante Fakten, die ausgetauscht werden wollen. Wer weiß z.B. schon, dass sich Äpfel zur Raucherentwöhnung eignen oder dass naturtrüber Apfelsaft aus alten Sorten vor Darmkrebs schützt?

Die alten Streuobstsorten sind unter anderem besonders wertvoll, weil sie im Gegensatz zum Marktobst keinerlei Pflanzenschutzchemie benötigen, weil sie Geschmacksvielfalt und intensive Aromen sowie eine Ausweichmöglichkeit für Allergiker und Diabetiker bieten. Daneben sind die Streuobstwiesen selbst erhaltenswürdig, denn sie stehen auf der Roten Liste der Biotoptypen und das obwohl sie bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, darunter Steinkauz, Schleiereule, Fledermausarten und Bienen. Warum versagen wir uns dieses bestmögliche Obst indem wir, wenn auch etwas widerwillig, akzeptieren, dass es auf den Wiesen verkommt, während wir ohne beim Händler nachzuhaken, einkaufen, was uns eben geboten wird?

Dazu und zu vielen anderen spannenden Themen rund ums Streuobst wünscht WuppApfel sich rege Gespräche und vielleicht werden sogar gute Ideen und Mitmachangebote ins Gästebuch eingetragen werden? Träumen darf man ja.🙂

Und hier noch eine kleine Bitte um Unterstützung: Wir alle haben meist mehr als genug zu tun, aber auch Kleinigkeiten wie Weiterleiten dieser Information an geeignete Personen(kreise), können schon den Weg bereiten, damit wir Städter wieder in selbstverständlichen Kontakt mit unserem Obst kommen, damit wir es uns erkämpfen, in Wert setzen und stolz darauf sind.

Was konkret noch fehlt:

  • Anwesenheit und gelegentliche Unterstützung bei der Veranstaltung, gerne auch stundenweise. Das kann darin bestehen, dass man einfach da ist und mitdiskutiert, aber auch darin, dass man mal eine Hand leiht beim Verkauf. Bis jetzt gibt es nur für kurze Zeitabschnitte konkrete Hilfszusagen. Wenn der Ansturm so groß ist, wie in den letzten beiden Jahren, kann es eng werden.
  • Verpackungsmaterial Viele Kunden bringen selbst Taschen und Körbe mit. Außerdem werden am Stand braune Papiertüten bereit gehalten. Dennoch: Falls jemand Einkaufstüten gesammelt hat, könnten diese das beruhigende Gefühl schenken, für den Fall der Fälle noch etwas mehr Puffer zu haben.
  • Abtransport Es wird noch eine nette Person, benötigt, die nach der Veranstaltung, um ca. 18 Uhr mit ihrem Fahrzeug, das unverkaufte Obst und die Standmaterialien von oben auf der Hardt, ein paar hundert Meter weiter nach unten an der Hardt transportiert. Erfahrungsgemäß reicht dafür ein Kleinwagen nicht aus. Ein Kombi, Bus oder zwei Kleinwagen würden den Job erledigen. Wer sich dazu bereit erklärt, der wird  zum Ausklang des hoffentlich gelungenen Tags auf einen kleinen Imbiss ins Café Elise eingeladen.
  • Weiterleitung dieser Information an potentielle Interessenten und Unterstützer.

Herzlichen Dank fürs Lesen, Mithelfen, Mitfiebern, was immer Sie beitragen können und wollten

WuppApfel wünscht uns allen ein sehr schönes Wochenende!

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